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Klaus E. Spieldenner 0 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Klaus E. Spieldenner
Twitter: @keSpieldenner
Facebook: Klaus.Spieldenner.Autor
Instagram: klausspieldenner
Interviews: Leserkanone.de-Interview mit Klaus E. Spieldenner vom 15.03.2020
  Leserkanone.de-Interview mit Klaus E. Spieldenner vom 29.03.2021
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 29.03.2021
In seinem neuen Krimi »Elbflucht« führt Klaus E. Spieldenner seine Leser hinter Gitter. Im Interview mit Leserkanone.de sprach der Autor über das Buch, über das Recherchieren in Gefängnissen und über seine zukünftigen Projekte.

– Herr Spieldenner, ein Jahr ist vergangen, seitdem wir Sie zuletzt zu einem Gespräch begrüßen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit im Autorenleben des Klaus E. Spieldenner getan?

In meinem Autorenleben hat sich tatsächlich wenig verändert. Auf Grund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit habe ich wieder öfters meine Gitarre in die Hand genommen. Auch widme ich mich mit großem Interesse meinen saarländischen Wurzeln.

– Hat sich die Corona Krise auch bei Ihrer Arbeit als Autor bemerkbar gemacht?

Natürlich! Lesungen sind weggefallen, auch Signierstunden, persönliche Kontakte, Messen, Besuche beim Buchhandel. Das alles vermisse ich extrem schmerzhaft! Natürlich auch die reduzierten Kontakte mit den Kindern, dem Enkel, sowie auch mit Verwandten, Freunden und Nachbarn.

– Inzwischen ist mit »Elbflucht« ein neuer Roman aus Ihrer Feder erschienen. Was erwartet Ihre Leser in dem Buch?

Es erwartet die Leser – wie den letzten Büchern auch - wieder ein spannender Regional-Krimi (wäre ja auch fatal, wenn ich etwas anderes sagen würde, oder?) ;-). Nein, »ELBFLUCHT« ist kein überzogener Roman, in dessen Mittelpunkt nur Blut und Horror steht, sondern wieder ein Kriminalroman, der zum Abschalten aus dem Tagesstress dient und nicht zur Steigerung des eigenen Agressionspotentials. ;-) Mein Rezept für die Sandra Holz- Reihe besteht seit je her aus einem spannenden Plot, plus Stränge, die den Spannungsbogen für den Leser so hoch wie nur möglich halten und ihn dabei gerne auf eine falsche Spur führen. Und davon ist auch »ELBFLUCHT« nicht ausgenommen. Das Buch hat den Anspruch regional zu bleiben und trotzdem mitzureißen.

– »Elbflucht« ist schon der neunte Band Ihrer Sandra-Holz-Reihe. Wie schafft man es, eine solch lange Buchreihe zu schreiben und dabei nach wie vor stets frisch und nicht repetitiv zu klingen?

Neun Bände sind ja nicht viel! Da können andere Kolleginnen und Kollegen auf weit mehr Bände zurückschauen. Ich habe viel Freude am Schreiben, dazu der große Pool an Möglichkeiten und Ideen die Hamburg bietet. So gehen mir (bisher) weder die Geschichten, noch die Lust an der Autorentätigkeit aus.

– Wie kamen Sie auf die Idee, die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel zum Schauplatz Ihrer Geschichte zu machen? Wie kann man Recherchearbeiten anstellen, wenn ein Buchschauplatz ein Hochsicherheitsbereich ist?

Ich muss gestehen, die eigentliche Idee zu diesem Buch stammt von unserer Tochter Suzanne. Sie erzählte mir von der Mutter eines Schulkameraden unseres Enkels, die in Hamburg als Justizvollzugsbeamtin arbeitet. Suzy meinte: »Papa, das wäre doch interessant für dich! Da hast du gleich jemanden, der dich bei deiner Recherche unterstützt!«. Die Idee hat mir ausgesprochen gut gefallen und daraus ist ein Jahr später »ELBFLUCHT« geworden. Die Recherchen zu »ELBFLUCHT« gestalteten sich jedoch zum Teil ausgesprochen schwierig (noch schwieriger, als 2017 während der Recherche zu »ELBTOD« in die Hamburger Elbphilharmonie zu gelangen). Eine Haftanstalt, dazu Corona, ließen mich - nach etlichen Anfragen - an einem Besuch in Santa Fu zweifeln. Doch da ich prinzipiell nie aufgebe, schaffte ich es im Sommer 2020 die Hamburger Justizbehörde davon zu überzeugen (übergeredet!), mir doch einen Aufenthalt von 60 Minuten zu ermöglichen. Dieser kurze Aufenthalt in der Haftanstalt Fuhlsbüttel war letztlich sehr wichtig für die Authentizität des vor wenigen Wochen veröffentlichten Regional-Krimis »ELBFLUCHT«.

– Diesmal erzählen Sie von skelettierten Leichen und womöglich ermordeten Häftlingen, in der Vergangenheit unter anderem von getöteten Au-pair-Mädchen, von Anschlägen auf Volksfeste, von abstürzenden Fallschirmspringern und von mumifizierten Mädchenleichen in einem Fliegerhorst. Kurzum: Sie haben in den letzten Jahren nicht nur oft in die Abgründe der menschlichen Seele geblickt, Sie haben häufig ganz neue Abgründe erschaffen. Woher nehmen Sie dafür die Inspirationen, und wie schafft man es, sich wochen- oder gar monatelang in der richtigen Stimmung dafür zu halten? Haben Sie dazu spezielle Gewohnheiten beim Schreiben entwickelt?

Da helfen mir meine (durch tausende von Comics in der Jugend) ausgeprägten Fantasien und mein absoluter Ehrgeiz. Ich habe inzwischen gelernt, die innere Stimmung zu-, bzw. abzuschalten. Das ist ganz gut so, sonst käme ich aus dem Modus »Krimi« nicht mehr heraus. Und solch ein Dauerstress ist extrem ungesund und auch familiär nicht umsetzbar. Die eigentliche Inspiration aber ist der Gedanke daran, später ein perfektes Buch in den Händen zu halten und Menschen damit unterhalten zu dürfen.

– Wie kommt man generell als - davon gehen wir mal aus - ansonsten friedlicher Mensch dazu, literarisch Verbrechen zu erschaffen? Was bedeutet Ihnen das Krimigenre persönlich?

Siegmund Freud schreibt, (ich zitiere): »...dass der Mensch nicht ein sanftes, liebebedürftiges Wesen ist, sondern dass er zu seinen Triebbegabungen auch einen mächtigen Anteil von Aggressionsneigungen rechnen darf!« Aber um Ihre Frage zu beantworten: Autoren müssen einfach die Fähigkeiten besitzen, sich in Kriminalbeamte, Mörder und auch in die Opfer hineinversetzen zu können. Ansonsten entstehen keine authentischen Geschichten.
Das selbstgewählte Krimigenre ist für mich die beste Art, meine Freude am Schreiben umsetzen zu können. Liebesromane oder historische Romane wären nichts für mich. Und der regionale Bezug bietet mir die Möglichkeit der Nähe und der Ehrlichkeit.

– Was können wir von dem Autor Klaus E. Spieldenner in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Live ist gerade wenig bis nichts geplant und Lesungen per Livestream sind für mich kein Ersatz für den echten Kontakt mit Leserinnen und Lesern. Sicher sieht es im Sommer wieder besser aus und es dürstet mich danach! ;-) . Erste Anfragen zu musikalischen Lesungen gibt es, auch eine Buslesung in Hamburg ist geplant. Doch die herrschende Unsicherheit durch die Pandemie lässt noch keine konkreten Aussagen zu. Feste Termine finden alle Interessierte auf meiner Webseite: www.hamburg-krimi.de oder auf meinem Facebook-Account: www.facebook.com/klaus.spieldenner.autor
Natürlich muss Kommissarin Sandra Holz noch einmal ran! ;-) In »ELBGIER« wird sie 2022 zurückversetzt in die späten 60er Jahre. In die Zeiten des Hamburger ,Star-Clubs‘ und der ,Roten Armee Fraktion, RAF‘!
Kriminelle Grüße aus Bad Oldesloe an alle Leserinnen und Leser. Lieben Dank dem Redaktionsteam von ,Leserkanone.de‘ für die Veröffentlichung dieses Interviews.
Bleiben Sie alle gesund!

Das Team von Leserkanone.de dankt Klaus E. Spieldenner für die Zeit, die er sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Klaus E. Spieldenner
Klaus E. Spieldenner bei Twitter
Klaus E. Spieldenner bei Facebook
Klaus E. Spieldenner bei Instagram
»Sandra Holz 9 - Elbflucht« bei Leserkanone.de
»Sandra Holz 9 - Elbflucht« bei Amazon
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Ein Interview von: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz