Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
37.108 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »victory«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
 
Der Weg des Heilers 3 - Bis das Eis bricht: Tantans Geschichte
Verfasser: Isa Day (3)
Verlag: Pongü (5)
VÖ: 4. Januar 2017
Genre: Fantasy (5214) und Jugendliteratur (3063)
Seiten: 141
Themen: Erinnerungen (398), Geschichtenerzähler (14), Könige (521), Zwillinge (278)
Sonstiges: Dieses Buch überwachen
Teilen:
 
SCHULNOTE DES BUCHES
???
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Durch Zufall und verbotenes Wissen entging Tantan Arreidas einst dem Zauber, der einen Nebel des Vergessens über ihr Volk legte. Jahrelang bewahrte die mutige Königstochter der Arrya ihre Erinnerungen für sich. Nun, während die unsichere Zukunft dunkle Schatten auf die Gegenwart wirft, erzählt sie zum ersten Mal von all den Geheimnissen, die sie gemeinsam mit Marcin, Joshi und ihren anderen Freunden entdeckte. Denn das Schicksal der jungen Arrya scheint aus einem unerfindlichen Grund mit der Zukunft des gesamten Weltengefüges verknüpft – und der Schlüssel dazu liegt tief in der Vergangenheit.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Der Rattenripper
Geschrieben von: Stefan Lamboury (Mai 2013)
Farlanders 1 - Die Invasoren
Geschrieben von: Allan J. Stark (20. Dezember 2016)
Wovon träumst du?
Geschrieben von: Andrew Holland (16. Dezember 2016)
2,0000
[11 Stimmen]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim Pongü Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Isa Day gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

Familienbande


Vor den Fensteröffnungen der Baumwohnung begann der Regen von einem Moment auf den anderen in Strömen zu fallen, und ein kühler Windstoss brachte die Flammen in der Feuerschale zum Flackern.
     Tantan zog den Schal etwas fester um ihre Schultern. Sie sass auf der grosszügigen Bank, die der Baum eines Nachts für sie ausgeformt hatte und die seither zur Einrichtung gehörte. Sitzfläche und Rückenlehne mit weichen Polstern bedeckt, eignete sie sich bestens für ein junges, schwer verliebtes Königspaar, das gerne Momente in stiller Zweisamkeit verbrachte.
     Tantans Gefährte Niniuk stand am Tisch und entzündete mit seiner Magie einige Lichtschalen. Die Doppelmonde, deren sanftes Schimmern die Lichtzeit erhellte, waren gerade untergegangen und in den Winkeln des gemütlichen Raumes sammelten sich die Schatten. Und obwohl die Anwesenden durch ihr aussergewöhnliches Sehvermögen kein Licht brauchten, liebten alle den warmen Schein des magischen Feuers.
     Niniuk musterte Tantan aufmerksam. «Ist dir kalt?», fragte er und streckte schon die Hand aus, um das lebende Holz des Baumes zu berühren.
     Tantan lächelte ihn an, wie stets tief berührt von der Fürsorge in seinen leuchtend blauen Augen, die einen schönen Kontrast zu seinem fuchsbraunen Haar bildeten. «Ein wenig, aber es geht, wenn du dich zu mir setzt. Lass uns noch ein wenig dem Regen lauschen. Ich liebe dieses Geräusch. Es bedeutet, dass das Land in wenigen Nächten zu blühen beginnt.»
     Niniuk zögerte und musterte seine Gefährtin aufmerksam. Tantan zog die Brauen hoch und klopfte auffordernd auf das Polster neben sich. Mit einem leisen Schnauben gab Niniuk nach. Er stellte die Lichtschalen in die dafür vorgesehenen Wandnischen. Es ging einen kleinen Moment, dann übernahm das lebende Holz das Leuchten. Rotgoldene Reflexe breiteten sich über Wände und Decke aus. Was der Baum dabei genau tat, wusste Tantan nicht, aber sie konnte sich an dem wunderschönen Effekt nie sattsehen.
     Niniuk setzte sich zu Tantan und zog sie an sich. Gleichzeitig wickelte er routiniert eine kostbare Decke um sie. «Du brauchst gar nicht zu grinsen, Vater», sagte er zu Damion, der ihnen gegenüber in einem Sessel sass und ihren kleinen Sohn Daion hielt. Der Junge war im Sitzen eingeschlafen, die Fäuste in Damions Gewand gekrallt und die Stirn an die Brust des Königs geschmiegt.
     «Ich bin der König der Asjadai und ich grinse nicht», sagte Damion mit todernster Miene.
     Tatsächlich zeichneten sich die meisten Asjadai durch ein sehr viel ruhigeres und – wie Tantan fand – langweiligeres Temperament aus als die Menschen. Dies galt aber zum Glück nicht für die Königsfamilie, auch wenn sie sich gegenüber ihrem Volk keine Blösse zu geben versuchten. In den vergangenen Jahren hatte Tantan gelernt, all die subtilen Anzeichen zu erkennen, die auf Damions Stimmung hindeuteten. So bewiesen die kleinen Fältchen unter seinen hellgrünen Augen, dass er eben doch amüsiert war.
     Tantan legte den Kopf auf Niniuks Schulter und strich über ihren Bauch, der sich schon merklich rundete. Fünf Jahre nach der Geburt von Daion bekamen sie nun bald ihr zweites Kind.
     «Ist alles in Ordnung?», fragte Niniuk, der ihre Geste bemerkt hatte.
     «Ja», bestätigte Tantan geistesabwesend, ihre Aufmerksamkeit bei den Geräuschen des Waldes. «Hört ihr, wie die Blätter unseres Baumes wachsen? Zu Beginn der nächsten Lichtzeit werden sie bereits doppelt so gross sein.»
     Niniuk versuchte es nur kurz und schüttelte dann den Kopf.
     Damion gab etwas später auf. «Nein. Das mag das Land der Asjadai gewesen sein. Ihr Menschen habt es zu eurem gemacht.» Er streichelte zärtlich das Haar seines Enkels. Es zeigte das gleiche Fuchsbraun wie Niniuks.
     Tantan fing einen Gedanken ihres Schwiegervaters auf. Weil sie so gut miteinander auskamen, achtete niemand besonders aufmerksam auf seine geistigen Barrieren. «Ich frage mich auch schon die ganze Zeit, wie unser neues Kind aussehen wird. Gemäss Tsin-ju wird es ein Mädchen», sagte sie und lächelte. Die Worte der Heilerin hatten ihr grosse Freude bereitet.
     «Und weshalb ist ihr Aussehen wichtig?», zog Niniuk sie sanft auf. «Weil sie dann eine bessere Prinzessin sein wird? – Au!»
     «Ich kann dich nochmals kneifen, wenn du nicht Ruhe gibst», drohte Tantan und drückte die Haut über seinen Rippen warnend zusammen.
     Ihr Gefährte schaute sie aus vor Schalk funkelnden Augen an. «Weshalb nur habe ich mir das wehrhafteste Mädchen der Menschen ausgesucht? Bitte erinnere mich, Vater. – Au! Jetzt lass schon gut sein, du kleiner Dämon.» Er fasste vorsichtig, aber nachdrücklich Tantans Hand.
     Jetzt lächelte Damion wirklich, wie Tantan erleichtert beobachtete. Er hatte lange gebraucht, um sich an die Gefährten seiner beiden Kinder zu gewöhnen – auch Niniuks sechs Jahre jüngere Schwester Tess war unter den Menschen fündig geworden. Die Mischung aus Glück, Loyalität und Lebensfreude, mit der die beiden Paare ihr Leben bestritten und teilweise beträchtliche Probleme lösten, zog ihn jedoch fast magisch an.
     «Es ist gemein, Niniuk, mich an meine früheren Überzeugungen zu erinnern. Ich kann auch nichts für all den Unsinn, den mein Vater mir eingebläut hat.»
     Sogleich wurde er ernst. «Entschuldige.» Er legte Tantan die Hand auf die Wange und küsste zärtlich ihre Lippen.
     «Schon gut. Und um das klarzustellen: Ich habe mich wirklich nur gefragt, wie die Färbung unserer Tochter aussehen wird. Daion hat dein Haar und meine grünbraunen Augen, auch wenn sie heller sind. Mir würde es gefallen, wenn unser zweites Kind deine strahlend blauen Augen hätte und entweder dunkelbraune Haare wie ich oder dann dieses ungewöhnliche Schwarzviolett deines Vaters.»
Seite: 1 2 3 4
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by Axel Saalbach (2011-2017)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum & Rechtliches