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Das Schicksal der Jägerin
Verfasser: Cornelia Kiener (1)
Verlag: Schauermärchen (2)
VÖ: 12. Juni 2016
Genre: Fantasy (6465)
Seiten: 284 (Taschenbuch-Version), 301 (Kindle-Version)
Themen: Albträume (91), Vampire (1053)
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REZENSION DURCH DAS LESERKANONE-TEAM
Frau Wolf auf der Jagd
 
Ein kleiner Einblick in unsere eigenen Statistiken: Normalerweise sollte man ja meinen, dass in den letzten Jahren so viele Vampirromane geschrieben worden sind, dass sich das Thema langsam erschöpft hätte. Tatsächlich hatte es ab 2013 einen kleinen Rückgang an neuen Büchern gegeben, die wir in unserer Datenbank als Vampirroman gekennzeichnet haben. Seit dem vergangenen Jahr ist nun aber plötzlich nochmals Schwung in das Genre gekommen, 2015 protokollierten wir 22,6% mehr Vampirromane als 2014, und im laufenden Jahr werden es (bei gleichbleibender Entwicklung im letzten Quartal) noch einmal drei oder vier Prozent obendrauf werden. Ob tatsächlich plötzlich ein zusätzlicher Bedarf an Vampirromanen entstanden ist oder ob die Autoren und Verlage einfach nur entschieden haben, dass noch immer nicht alles zum Thema erzählt worden ist, das erzählt werden könnte, weiß man natürlich nicht. Ob tatsächlich noch etwas Neues berichtet wird, haben wir deshalb anhand des Buchs »Das Schicksal der Jägerin« der frischgebackenen Romanautorin Cornelia Kiener überprüft.

Tatsächlich tippt Cornelia Kiener schon deutlich länger Geschichten in die Tasten, als man es angesichts der Tatsache, dass es sich um ihren Debütroman handelt, vermuten könnte. Die erste Veröffentlichung der 1975 in München geborenen Autorin war eine Kurzgeschichte, die in einem John-Sinclair-Heft als »Horrorstory der Woche« veröffentlicht wurde. Wann genau das war, das ließ sich für uns leider nicht rekonstruieren, aber da auf dem Deckblatt des Heftchens noch ein DM-Preis stand, muss es schon sehr viele Jahre hergewesen sein. Schon in der damaligen Zeit entstand wohl der Grundstein für ihren jetzigen Roman. Somit noch lange vor dem Vampirtrend der letzten Jahre, wir haben es hier also nicht mit einer Autorin zu tun, die auf einen fahrenden Zug aufgesprungen ist, sondern eine, die dem Zug vorausradelt. Vor der Fertigstellung verging allerdings eine mehrjährige Schreibpause, ein Schreibkurs und weitere Zeit. Im Oktober 2015 kam Cornelia Kiener schließlich beim Schauermärchen Verlag unter, einem kleinen Verlag aus Berlin, der sich auf das Genre der Gothic Novels spezialisiert hat und nur wenige - dafür aber umso ausgesuchtere - Bücher publiziert. Es dauerte schließlich bis zum Juni dieses Jahres, ehe das Buch dann auch tatsächlich veröffentlicht wurde. »Das Schicksal der Jägerin« ist rund 260 Seiten stark und kann entweder als Taschenbuch für 13,90 Euro oder als preiswerte E-Book-Variante für 5,99 Euro bezogen werden.

Es ist schon faszinierend, wie viel Vorlaufzeit in manchen Büchern steckt.

Die Autorin erzählt die Geschichte einer 18jährigen namens Nadine Wolf, der zunächst ein recht normales Leben bevorzustehen scheint. Gerade steht sie am Beginn ihrer Ausbildung zur Tierpflegerin. Doch dass aus dem launigen Leben bei Elefant, Tiger & Co. wohl nichts werden wird, zeigt sich schon bald, als es rund um sie herum zu eigenartigen Geschehnissen kommt und sie nicht nur wiederholt von Albträumen gequält wird, sondern sich auch im richtigen Leben ein wahrer Albtraum bewahrheitet: Vampire existieren. Und sie selbst scheint die Präsenz der Blutsauger auch noch spüren zu können. Was natürlich noch weniger alltäglich ist als die Existenz der Nachtgestalten an sich, und so geht die gute Nadine dem Grund dafür auf die Spur. Womit die Sache erst recht ins Rollen gerät.

A propos Ins-Rollen-geraten: Indem sie schon im kurzen Prolog und in einer unheilvollen Traumsequenz gleich zu Beginn des Buches andeutet, in welche Richtung die Reise gehen wird, sorgt Cornelia Kiener gleich von Anfang an dafür, dass Interesse und Spannung geweckt werden, ehe sie sich und den Lesern dann etwas mehr Ruhe gönnt, um Nadine Wolf und die Ausgangssituation kennenzulernen. Dabei erweist sich die 18jährige Heldin des Buchs nicht nur schnell als sympathischer Charakter (und zwar auch losgelöst von der Tierfaffinität), sondern auch als vielschichtige Protagonistin mit einer tiefergehenden Hintergrundgeschichte in ihrem Elternhaus. So fällt es leicht, ihren Weg interessiert mitzugehen, und da auch der anfangs schon kurz aufgeflammte Spannungsmoment nach und nach immer weiter in die Geschichte hineingeflochten wird, fliegen die Seiten nach einer Weile regelrecht dahin.

Dazu trägt auch bei, dass Cornelia Kiener ihre Geschichte an keiner Stelle unnötig aufhält, sondern sie dynamisch voranerzählt, was sich unter anderem in ganzen 65 Kapiteln niederschlägt, im Schnitt also gerade einmal vier Seiten bis zum nächsten Szenenwechsel, teils nicht einmal zwei. Kurzum: Das Tempo ist hoch und wird an den richtigen Stellen noch einmal angezogen (oder eben reduziert, wenn es passt). Dabei muss man nicht befürchten, dass die persönliche Ebene zu kurz kommt oder Bedrohungen nur im Vorbeifliegen auftauchen, auch diese kommen allesamt im genau richtigen Umfang rüber. Cornelia Kiener erzählt ihre Geschichte vielleicht nicht ganz so gefühlsduselig wie andere Autorinnen der Jetztzeit, sondern bewahrt immer einen gewissen Abstand zwischen dem Leser, dem Geschehen, den Nebencharakteren und Nadine Wolf selbst (weswegen es hier auch keine Ich-Perspektive gibt), aber mir war das ganz recht so. Vielleicht ist dies ja auch der Tatsache geschuldet, dass das Buch seine Ursprünge in einer Zeit hatte, in der es noch keinen Post-Twilight-Vampirtrend gegeben hat, denn so dürften Leser von Vampirromanen der »früheren« Machart genauso ihren Spaß an dem Buch haben wie die Leserinnen der typischen aktuellen Vampirgeschichten. Und zwar bis zur letzten Seite, denn Cornelia Kiener hat genug Ideen verarbeitet, um ihre Leser bis zum Finale problemlos bei der Stange zu halten.

Ganz am Schluss des Buchs erfährt man dann, dass man zwar am Ende dieser Geschichte, jedoch nicht am Ende des literarischen Daseins von Nadine Wolf angekommen ist, denn das Buch war nur der erste Teil einer augenscheinlich geplanten Buchreihe über die junge Dame. Insgesamt bin ich immer etwas skeptisch, ob man als neue Romanautorin gleich mit einer ganzen Reihe an Büchern anfangen sollte, da man zunächst ja um jeden Leser kämpfen muss und bei inhaltlich aufeinander aufbauenden Reihen - von Ausnahmen mal abgesehen - mit Fortsetzungen immer nur ein Teil der Leserzahlen des Ausgangsromans erreicht wird. Deshalb halte ich es vor dem Verfassen von Fortsetzungen eigentlich immer für sinnvoll, erst einmal abzuwarten, ob sich die Arbeit an der Fortsetzung wirklich lohnt, so sehr man auch von der schreiberischen Qualität des ersten Buchs überzeugt ist. Im Fall von Cornelia Kiener wäre es jedenfalls zu wünschen, dass sich dieser Aufwand lohnt, und dass sich für sie neben dem eigentlichen Spaß am Schreiben auch noch im großem Umfang der Spaß am Gelesenwerden einstellen wird - verdient hätte sie es angesichts der Klasse von »Das Schicksal der Jägerin« allemal.
– geschrieben von katharina (28. September 2016)
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