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TASCHENBUCH
 
Sveta und der Junge aus dem Wald
Verfasser: Axel Saalbach (2) und Ramona Mädel (1)
Verlag: Eigenverlag (11179)
VÖ: 31. August 2015
Genre: Dystopie (454) und Jugendliteratur (5094)
Seiten: 288 (Taschenbuch-Version), 289 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (53), Deutschland (583), Jungen (610), Mädchen (1798), Russland (176), Thüringen (27), Wälder (485)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
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6mal in den Tagescharts platziert
In einer fernen und trostlosen Zeit:

Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird ...
Lesermeinungen (26)     Leseprobe     Blogger (17)     Tags (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 31. Januar 2017 um 21:45 Uhr (Schulnote 1):
» Wirklich, ein sehr gutes Buch mit einer ganz eigenen dystopischen Zukunft. Ich habs an einem Wochenende gelesen, das las sich wie im Rutsch. Aber nun ist schon so viel Zeit verstrichen, es wird endlich Zeit für Nachschub!«
  5      1        – geschrieben von Bamster
Kommentar vom 4. November 2016 um 23:31 Uhr (Schulnote 1):
» Nach einem guten Jahr habe ich es nun auch endlich geschafft, Sveta durch ihre Erlebnisse im Wald von Dunkeltann zu begleiten. War eine wirklich unterhaltsame kleine Geschichte, die sich sehr gut abhebt von den ganzen übertriebenen Dystopien, in denen immer gleich die ganze Weltordnung gestürzt werden muss. Es geht eben auch eine Nummer kleiner und kann trotzdem richtig unterhaltsam sein!!«
  6      0        – geschrieben von Snuggles
Kommentar vom 17. Juni 2016 um 19:07 Uhr (Schulnote 1):
» Letztenendes ist jede Zukunftsstory genauso schlüssig bzw. unschlüssig. Eigentlich sind sogar die abgehobensten Raumschiff-Utopien die Unschlüssigsten, denn wie die Welt dahinkommen soll, obwohl wichtige Ressourcen nicht mehr allzu lange vorhanden sein werden, ist meistens an den Haaren herbeigezogen. Ich find´s da schon realistischer, wenn es in eine Richtung gehen wird wie die hier. Wobei das sowieso zweitrangig ist, ich mein, das ist eine schöne kleine Liebesgeschichte plus Auflehnen gegen den bösen Vater. Die dystopische Welt die da rund herum ist, ist eigentlich völlig nebensächlich. Wichtig war nur, dass es super geschrieben ist und unterhält!«
  5      0        – geschrieben von Nateschka
Kommentar vom 12. Juni 2016 um 11:57 Uhr:
» @ Frank1, die Frage ist doch aber: Wozu hätte erklärt werden müssen, wieso es wieder nen Zar gibt usw.? Ist doch völlig egal für die Geschichte. Es ist 200 Jahre hin, es gab Veränderungen. Das ist schlüssig genug. Bei den Tributen von Panem bspw. wird auch nicht erläutert, wie sich das Kapitol in Nordamerika an die Macht geputscht hat, dabei spielte es im Gegensatz zum Zar hier sogar eine Rolle. Es ist eben so wie es ist, es wäre komisch wenns nach 200 Jahren nicht grundlegend anders aussehen würde. In welcher Form auch immer. Und dass z.B. nur die für die Fronten wichtige Technologie wie z.B. die Gleiter den Unendlichen Krieg überstanden haben, das wurde ja schon im 1. Buch erwähnt.«
  6      1        – geschrieben von Göre von der See
Kommentar vom 11. Juni 2016 um 22:17 Uhr (Schulnote 3):
» In einer eigenartigen Zukunft

Klappentext:
Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird ...

Rezension:
Man schreibt das Jahr 2193. In Berlin, der Hauptstadt des Deutschen Oblast von Russisch-Europa, diente Sergej Maximow lang Jahre in der Garde. Doch gerade jetzt, als seinen Dienstherren die Transporthoheit zuerkannt wird und sich damit auch für ihn die Chance auf eine Beförderung böte, fällt er wegen seiner Brutalität und seines Jähzorns in Ungnade und wird als Ortsvorsteher ins hinterwäldlerische Dunkeltann, einem Vorort von Rudatgard versetzt. Als auch noch ein Streit mit seiner Frau eskaliert, lässt er diese einfach zurück und nimmt nur seinen Sohn Jan und – gegen ihren Willen – seine Tochter Svetlana, genannt Sveta, mit in seine neue Heimat. Während er in seinem Sohn seinen Nachfolger sieht, behandelt er seine Tochter nur als unbezahlte Haushaltshilfe. Schließlich muss man für die Erlaubnis ein Kind zu bekommen, eine hohe Abgabe an den Zaren entrichten, und diese hatte er damals nur gezahlt, weil er auf einen weiteren Sohn gehofft hatte. Zusammen mit seinem Sohn und den beiden ihm unterstellten Gardisten behandelt der neue Ortsvorsteher die extrem ärmlich lebenden Einwohner Dunkeltanns wie Abschaum. Um sich bei seinen Dienstherren wieder beliebt zu machen, versucht er, brutal alles nur Mögliche aus dem Dorf herauszupressen. Doch dann begegnet Sveta einer Gruppe illegaler – dass heißt ohne die Abgabe zu entrichten gezeugter – Kinder und Jugendlicher. Die Lage eskaliert …
Das Jahr 2193, Deutscher Oblast von Russisch-Europa, Abgaben an den Zaren; alleine diese Angaben dürften beim Leser dieser Rezension wohl schon für verwirrte Gesichter sorgen. Wie man im Laufe des Romans merkt, handelt diese Geschichte nicht in einer anderen Realität, sondern in unserer Zukunft. Rudatgard ist das ehemalige (bzw. jetzige) Weimar. Etwa 100 Jahre vor der Zeit der Handlung hat die Armee des russischen Zaren fast ganz Europa überrannt. So weit – so gut. Oder eher schlecht. Wo am Ende des 21. Jahrhunderts ein Zar herkommt, erwähnt das Buch leider nicht. Auch sonst erscheinen viele Details nicht gerade schlüssig. Zur Fortbewegung dienen Gleiter, die anscheinend nur von Reichen oder in offiziellen Diensten Stehenden benutzt werden, und die einerseits eine gewisse Ähnlichkeit mit Autos zu haben scheinen, ansonsten aber nicht näher erklärt werden. Abgesehen von diesen Gleitern scheint die Technik jedoch komplett auf den Stand des 19. Jahrhunderts zurückgefallen zu sein. Zur Kommunikation diesen ausschließlich (mit Federn geschriebene) Briefe. Telefon, Funk oder andere moderne Kommunikationsformen scheinen nicht nur nicht existent, sondern sogar völlig in Vergessenheit geraden zu sein. Ein auch nur halbwegs schlüssiges Bild ergibt das nicht.
Das Buch liest sich gut und weiß den Leser durchaus zu fesseln. Dass sich Sveta natürlich in den ‚Jungen aus dem Wald‘, einen der Illegalen, verliebt, ist genretypisch und deshalb wohl kaum der Erwähnung wert. In diesem Punkt muss allerdings wohlwollend erwähnt werden, dass diese Liebesgeschichte eine Nebenhandlung bleibt und sich nicht in den Vordergrund drängt.
Worum handelt es sich nun bei „Sveta und der Junge aus dem Wald“? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Obwohl die Handlung in der Zukunft angesiedelt ist, kann man es bei den darin herrschenden, beinahe technikfreien Verhältnissen wohl kaum als SciFi bezeichnen. Dystopie passt da schon deutlich besser, wenn auch nicht wirklich perfekt. Am ehesten vielleicht dystropisch-utopischer Abenteuerroman?

Fazit:
Eine Abenteuergeschichte in einer dunklen Zukunft, die bei Lesern, die gerne mal etwas abseits des Üblichen unterwegs sind, Gefallen finden könnte.«
  15      0        – geschrieben von Frank1
 
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