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Frau Kain regt sich auf
Verfasser: Kathrin Schröder (3)
Verlag: Books on Demand (1728)
VÖ: 27. April 2015
Genre: Humoristisches Buch (1139), Kurzgeschichtensammlung (1672) und Religionsbezogene Literatur (313)
Seiten: 200 (Gebundene Version), 168 (Kindle-Version)
Themen: Bibel (64), Schwiegereltern (47)
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Frau Kain regt sich auf - Altbekannte Geschichten aus der Bibel humorvoll erzählt

Noahs Schwiegermutter schwebt zwischen Depression und Hoffnung, Frau Kain regt sich auf und der Dorfklatsch kennt keine Grenzen: Mit viel Humor und Liebe zum Detail entführt uns die begnadete Geschichtenerzählerin Kathrin Schröder in eine bis dato ungekannte biblische Welt. Unverblümt tiefgründig und anschaulich lässt die Autorin die Verwandten, Nachbarn und Freunde der zentralen Protagonisten der Bibel lebendig werden.
Der Leser erhält tiefe Einblicke in ihre Gedanken und Emotionen, Feindschaften und Beziehungen. Er erfährt Nachdenkliches, Ungeklärtes, Schönes, Verzweiflung, Lob und Kritik – alles Unausgesprochene dringt an die Oberfläche, so wie es vielleicht damals geäußert sein könnte.
Diese einmalige Geschichtensammlung über zentrale Schauplätze aus dem Buch der Bücher ist etwas für Groß und Klein, jung und alt. Für Mutter und Kind, für Bibelfeste und Bibelscheue. Der Autorin gelingt es spielerisch, spannungsgeladene Szenerien mit modernen und humorvollen Elementen zu verbinden und damit die Menschen abzuholen in eine einst ernste Welt, die mit diesem Buch nun großen Spaß macht.
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Wenn man die Zahl der Bücher aufsummiert, die von den Mitarbeitern unserer Webseite im Laufe ihres Lebens gelesen wurden, kommt man locker auf viele tausend Stück. Dennoch mussten wir vor einigen Wochen eine Tatsache feststellen: Keiner von uns hat sich jemals sonderlich intensiv mit dem »Buch der Bücher« auseinandergesetzt. Keine gute Voraussetzung, um »Frau Kain regt sich auf« zu rezensieren, ein Buch, das Geschichten aus der Bibel auf humoristische wie auch nachdenkliche Weise aufarbeitet? In einem Interview sagte uns Autorin Kathrin Schröder, ihr Buch sei auch für diejenigen Leser etwas, die nicht bibelfest sind - wir haben dies nun also am eigenen Leib überprüfen können.

Kathrin Schröder ist im Leben außerhalb der Buchwelt Prädikantin der evangelischen Kirche und als solche schon seit Jahrzehnten damit beschäftigt, biblische Geschichten zu erzählen. Somit lag es nahe, dass genau dies auch ihr Thema werden würde, als sie begann, ein Buch zu schreiben. Ziel war es dabei, viele Menschen in eine moderne Fassung biblischer Stoffe zu entführen. So entstand »Frau Kain regt sich auf«, das im vergangenen Sommer fertiggestellt wurde. Ursprünglich war wohl eine Verlagsveröffentlichung durchaus angedacht, doch aus privaten Gründen ergab es sich, dass ein schnellerer Weg der Veröffentlichung vorgezogen wurde. So wurde das Buch per »Books on Demand« publiziert - ganz im Sinne derjenigen also, die die Texte des Alten und Neuen Testaments erstmals niederschrieben, denn die waren sozusagen ja auch Selfpublisher. Das Buch kam im April diesen Jahres heraus und ist optisch nicht von Verlagsproduktionen zu unterscheiden. Gerade diejenigen BoD-Autoren, die ihre Bücher wiederholt mit Glanzcovern in dunklen Tönen veröffentlichen, was in Kombination so gut wie nie richtig gut funktioniert, könnten mal einen Blick darauf werfen und sehen, um wie viel besser matte bunte BoD-Cover aussehen - übrigens auch im Vergleich zu den Veröffentlichungen von anderen On-Demand-Anbietern. Das Buch ist knapp 200 Seiten stark und kostet als E-Book 4,99 Euro, in der Taschenbuch-Version 9,99 Euro. Darüber hinaus gibt es wohl auch noch eine gebundene Version, diese lag uns jedoch nicht vor.

Insgesamt enthält das Buch fünfzig kurze Geschichten, die sich jeweils in wenigen Minuten lesen lassen und keinem unmittelbaren inhaltlichen Zusammenhang folgen. Es handelt sich also um ein Buch, in dem man getrost auch mal kurz herumschmökern kann, wenn man eine kurze Pause hat. Schon wenn man die erste Geschichte aufschlägt, stellt man schnell fest: Das ist »irgendwie anders« geschrieben. Stilistisch erinnert das alles tatsächlich stark an eine Art, die man auch als kirchenfremder Hallodri mit den Bibelzitaten und/oder Predigten assoziieren würde, die man im Laufe seines Lebens »im Vorbeigehen« aufschnappt. Anders ausgedrückt ist Kathrin Schröders Sprache getragener und blumiger als das, was man landläufig in moderner Selfpublisher-Prosa findet. Wenn man normalerweise nur Letztgenannte liest, bedarf es deshalb anfangs schon ein wenig Gewöhnungszeit, und einige Sätze liest man mehrfach.

Dass die Sprache getragener wirkt, heißt im Übrigen nicht, dass sie altbacken ist - im Gegenteil, sie verquickt das Hier und Jetzt sprachlich geschickt mit ihrem ungewöhnlichen Stil, ohne dass es so wirkt, als sei die Moderne auf ungelenke Weise in ein Korsett gepresst worden. Frau Schröder schreckt nicht einmal davor zurück, in ihren bibelbezogenen Texten von »Großmäulern«, »Miststücken« und von »Frauenkram« zu berichten, was amüsante Kontrastpunkte setzt.

Die titelgebende Frau von Kain ist nicht die Erzählerin aller fünfzig Geschichten, sondern eine Protagonistin und Erzählerin von vielen. Kathrin Schröder lässt unterschiedliche Figuren zu Wort kommen und wechselt dabei schnell zwischen den einzelnen Quellen, nach denen sie ihre Geschichten frei erzählt. Um welche Quellen es sich dabei handelt, ist zu Beginn eines jeden Kapitels angegeben. Für jemanden wie mich, die so wenig bibelfest ist wie es hierzulande vermutlich überhaupt menschenmöglich ist, ist das eine große Hilfe, denn bei einigen der Texte war ich ein wenig ratlos, was das Ganze mir nun sagen sollte. In diesen Fällen empfahl es sich, nachzulesen, worauf Bezug genommen wurde. Erfreulicherweise gibt es die kompletten Texte des Buchs der Bücher in vielen Ausfertigungen online, so dass man mit nur wenigen Mausklicks die entsprechenden Stellen findet und sich informieren kann. Wenn es eins der Ziele von Frau Schröder war, bibelfremde Leser dazu zu bewegen, einen Blick in die Bibel zu werfen, so hat sie das bereits dadurch geschafft. ;) Und eins hat sich dabei schnell gezeigt: In der von ihr aufbereiteten Form lässt sich das Ganze wirklich deutlich leichter lesen, denn die Quelltexte wirkten in deren Sprache - zumindest auf jemanden wie mich - schon etwas anstrengend.

Die Geschichten selbst sind, sobald man sich an den eigenwilligen Stil gewöhnt hat, auf erfrischende Weise und pointiert erzählt, lassen sich angenehm lesen und sind gut verständlich. Aus meiner Sicht überwog eher ein informierender als ein humoristischer Charakter, aber das ist zweifelsfrei meinem mageren Bibel-Wissensstand geschuldet. Natürlich kannte auch ich einige der Geschichten, weil man sie im Laufe der Jahre eben einfach aufschnappt, und diese waren dementsprechend auch diejenigen, zu denen sich mir der Zugang am leichtesten gebildet hat, wodurch sie auch den größten Unterhaltungsfaktor hatten. Bei einigen der anderen Kapitel gelang mir das weniger bzw. es erschloss sich mir bisweilen nicht, warum gerade die jeweilige Story überhaupt Eingang in das Buch gefunden hat. In diesen Fällen habe ich noch einmal im Netz nachgeschaut und festgestellt, dass ich auch mit den Vorlagen nicht so richtig etwas anfangen konnte. Offensichtlich hat die Bibel die gleiche Eigenschaft, die auch jede moderne Kurzgeschichtensammlung hat: Nicht jede Story zündet. ;)

In jedem Fall kann man Kathrin Schröder attestieren, dass sie ihr Ziel, Bibelgeschichten in ein modernes Gewand zu gießen, durchaus erreicht hat. Vermutlich wird man dann, wenn man sich in Sachen Bibel deutlich besser auskennt als ich, einen ganz anderen Eindruck von ihrem Buch bekommen, denn ich vermute ganz stark, dass sich dann viele Anspielungen oder Ergänzungen zu den Vorlagen finden lassen, die äußerst gewitzt sind, ohne dass ich es mitbekommen konnte. Das ist natürlich nur eine Mutmaßung. Dank der Kürze der einzelnen Geschichten kommt auch bei den Kapiteln, mit denen man weniger anfangen kann, keine Langeweile auf, denn man kann sich sicher sein, dass man durch das nächste dann doppelt entschädigt wird. Kathrin Schröder schreibt originell, aber nicht zu flapsig, geht naturgemäß deutlich respektvoller mit der Grundthematik um als andere Autoren, die sich religiösen Themen auf humoristische Weise zu nähern versuchten. Während es bei Schreiberlingen wie Christopher Moore gerade darum ging, durch Respektlosigkeit gegenüber dem Thema zu punkten, war Frau Schröders Anliegen eben genau das Gegenteil, und das ist ihr auch gelungen. Ob sie es damit vollbringt, jemanden zu missionieren? Mit Sicherheit nicht, aber das konnte auch logischerweise nicht ihr Ziel sein. Aufzuzeigen, dass man mit Stoff aus der Bibel unterhaltsame Momente schaffen kann, ist ihr hingegen geglückt. Diejenigen, die normalerweise nichts mit der Bibel zu tun haben, erfahren damit womöglich etwas Neues, die anderen hingegen bekommen eine Auflockerung, die ihnen sicherlich sehr recht ist.

Noch eine Abschlussbemerkung: Falls einer der Leser dieser Rezension anlässlich der Buchmesse derzeit in Frankfurt verweilen sollte, dann hat er am Samstag die Gelegenheit, die Autorin bei einem »Meet & Greet« zu treffen. Dieses findet zwischen 13 und 15 Uhr am Stand 117 in Halle 3.0 bei »Books on Demand« statt.
– geschrieben am 15. Oktober 2015
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