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Ein Jahr in drei Tagen
Verfasser: Yvonne Kaeding (4)
Verlag: Eigenverlag (11394)
VÖ: 14. Juli 2014
Genre: Gegenwartsliteratur (2349)
Seiten: 130 (Taschenbuch-Version), 86 (Kindle-Version)
Themen: Detektive (778), Ehe (411), Erinnerungen (644), Rollenspiele (23), Schuld (452)
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Um ihre Ehe mit Simon wieder auf Kurs zu bringen, bucht Laura ein Krimiwochenende. Ein Rollenspiel mit fiktiver Leiche, acht Ermittlern und einem Mörder, ganz in der Nähe der Ostsee. Simon scheint das Wochenende in vollen Zügen zu genießen, für Laura dagegen entwickelt es sich mehr und mehr zu einem Alptraum. Hin- und hergeworfen zwischen den Ereignissen vor Ort und den Erlebnissen der letzten Monate, beginnt Laura zu kämpfen. Um Simon. Um ihre Ehe. Gegen die Last von Schuldgefühlen.
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OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Ein Jahr in 115 Seiten
 
Bei den letzten Rezensionen, die von einem unserer Teammitglieder geschrieben wurden, stand in der Regel ein ziemlich dickes Buch im Mittelpunkt. Um uns selbst eine kleine Verschnaufpause zu gewähren, entschieden wir, dass es dieses Mal an der Zeit für einen etwas kürzeren Roman wäre - angesichts der aktuellen Hitze dürfte ohnehin den wenigsten der Nerv nach einem Mammutroman mit komplexen Personen- und Handlungskonstellationen stehen. Unsere Wahl fiel auf »Ein Jahr in drei Tagen«, ein ziemlich kleines und ziemlich blaues Buch, das von der vielversprechenden, bis dato aber noch weitgehend unbekannten Berliner Autorin Yvonne Kaeding veröffentlicht wurde.

Die Schöpferin von »Ein Jahr in drei Tagen« schrieb in den vergangenen Jahren zahlreiche Kurzgeschichten für unterschiedliche Altersklassen, von denen mindestens eine den Sprung in Anthologien vollbracht hat. Sie steuerte einen Beitrag zur Kurzgeschichtensammlung »Mordsschule - Wenn Pauker morden und Schüler lynchen« bei, die im vergangenen Herbst unter dem Banner des »Kleinen Buch Verlags« herausgegeben wurde. Eine der kurzen Geschichten, die Yvonne Kaeding geschrieben hatte, bildete die Vorlage für ihre erste längere Erzählung, eben das vorliegende »Ein Jahr in drei Tagen«. »Lang« ist in diesem Fall eine relative Aussage, denn mit 115 reinen Textseiten, die zudem auch noch relativ großzügig bedruckt wurden, erfüllt es eher die quantitativen Voraussetzungen für den »kleinen Schmöker für zwischendurch«. Was nichts Schlechtes sein muss, denn bekanntlich macht ein guter Espresso die Leute wacher als ein dicker Pott Milchkaffee. Und um es vorweg zu nehmen: Wäre »Ein Jahr in drei Tagen« ein Kaffee, dann wäre er ein ziemlich hoch konzentrierter. Das kleine Buch wurde im Eigenverlag veröffentlicht und ist sowohl als Taschenbuch für 6,50 Euro als auch als E-Book für 1,49 Euro erhältlich. Es erschien am 14. Juli des vergangenen Jahres, hat also im Laufe dieser Woche seinen ersten Geburtstag gefeiert.

»Ein Jahr in drei Tagen« erzählt aus der Draufsicht die Geschichte von Laura und Simon, die beide die Dreißig überschritten haben und seit einer Weile miteinander verheiratet sind. Wie das selbst in den besten Haushalten häufig so ist, haben der Zahn der Zeit und vor allem ein schwerer Schicksalsschlag an ihrer Ehe genagt, weswegen die beiden inzwischen miteinander fremdeln und ihre Beziehung am Stock geht. Neuer Schwung soll durch ein »Krimiwochenende« in die Ehe kommen, einem an der Ostsee stattfindenden Rollenspel mit einer fiktiven Leiche, einem Mörder und acht Ermittlern. Tatsächlich scheint es solche Krimi-Events in verschiedenen Hotels zu geben, womit die Rezensentin schon mal etwas dazugelernt hat, und vielleicht motiviert das Buch die ein oder andere Leserin ja sogar dazu, selbst an solch einem kleinen Spektakel teilzunehmen.

Das Buch selbst ist nicht einfach in Kapitel gegliedert, sondern in die einzelnen Tage, an denen das Rollenspiel stattfindet, zudem einen Prolog, in dem das »Davor« erzählt wird. Das Wochenende selbst, das von Laura als Geschenk für ihren von Krimis begeisterten Partner gebucht wird, verläuft schließlich anders als geplant: Während der Ehemann eine fabelhafte Zeit zu haben scheint, laboriert sie selbst an einem vernacksten Knöchel, einer Rolle, die sie aus an dieser Stelle nicht näher zu erläuternden persönlichen Gründen weißgott nicht spielen will, und an einer Mitspielerin, die sich Simon gegenüber nicht so verhält, wie es ihr recht wäre. Statt auf Mördersuche begibt sich Laura auf eine Suche zu sich selbst, reflektiert das hinter ihr und Simon liegende Jahr genau wie die Ereignisse, die sich vor Ort an der Ostsee abspielen, und zieht daraus Konsequenzen.

»Ein Jahr in drei Tagen« ist ein Buch der leisen Töne, die dennoch gewaltig im Kopf der Leser hallen werden. Eine der größten Stärken liegt dabei in der Charakterzeichnung, die sich einerseits bei allen am Spiel beteiligten Personen zeigt, denen trotz der Kürze des Buches eine erstaunliche Tiefe und ein deutlicher individueller Anstrich verpasst wurde, vor allem aber in der Konstruktion der Figur der Laura. Obwohl das Buch nicht aus ihrer eigenen Perspektive erzählt wird, schafft es Yvonne Kaeding auf beeindruckende Weise, eine facettenreiche Persönlichkeit zu entwickeln, die vielschichtiger und tiefgründiger kaum sein könnte. Die Spannung, die der Geschichte zugrunde liegt, ist in keinster Weise dem gespielten Verbrechen geschuldet, sondern einzig das Ergebnis ihrer Gefühlswelt. Die Krimihandlung dient stattdessen als auflockernder Rahmen. Das Ganze in einen solchen zu gießen, ist dennoch eine äußerst erfrischende Idee, die nicht einfach nur unverbraucht ist, sondern es vermutlich auch bleiben wird, denn so schnell wird man mit keinem zweiten Roman rechnen können, der rund um ein Krimiwochenende konstruiert werden wird.

Fernab der vielen einfachen Liebesgeschichten, die heutzutage im Eigenverlag veröffentlicht werden, hat Yvonne Kaeding eine tiefsinnige Geschichte geschaffen, die sich stark von anderen Büchern abhebt und eine viel größere Aufmerksamkeit verdient hätte, als sie vermutlich in dem Jahr seit ihrem Erscheinen erfahren hat. Dabei ist »Ein Jahr in drei Tagen« keineswegs ein trübsinniger Roman, im Gegenteil: Trotz der behandelten Probleme wird die Erzählung leichtfüßig vorgetragen und spart nicht mit originellen Momenten. Durch ihre Mischung aus schweren Gedanken auf der einen Seite, durch humorvolle Elemente auf der anderen, durch ihre Schwerpunktsetzung sowohl auf den Faktor »Liebe«, auf den Faktor »Schuld« als auch auf den Faktor »Krimi« (wenngleich in einem ganz anderen Sinne als üblich), ist der Autorin eine äußerst eigenständige und äußerst gelungene Kombination geglückt, von der man nicht erwarten konnte, dass sie funktioniert ... aber sie funktioniert exzellent.
– geschrieben am 17. Juli 2015
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