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Stephanie Pinkowsky 1 Fan
Herkunft: Deutschland
Geboren: 3. Januar 1992
Webseite: Offizielle Homepage von Stephanie Pinkowsky
Facebook: stephanie.pinkowsky92
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Stephanie Pinkowsky vom 05.08.2016
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 05.08.2016
Mit ihrem Roman »Seelensplitter - Zwischen Schuld und Begehren« erschuf Stephanie Pinkowsky ein Werk, das kontroverse Reaktionen auslöste. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr Buch, über den Schreibprozess und über das Leben als Autorin.

– Frau Pinkowsky, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem Debütroman »Seelensplitter - Zwischen Schuld und Begehren« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Der Anfang meines Debütromans »Seelensplitter« gleicht einer klassischen Liebesgeschichte. Die junge Helene verliebt sich in Mark, den viel älteren - und verheirateten - Geschäftspartner ihres Onkels. Er lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit ihr ein, entscheidet sich dann aber doch für seine Ehefrau. Er verlässt Helene, nichtahnend, dass sie von ihm schwanger ist.
Das eigentliche Drama handelt von Katja, der Tochter der Beiden, die seit frühester Kindheit schizoide Züge zeigt. Sie entflammt schließlich für Helene - und damit beginnt der Weg in eine fassungslos machende Katastrophe.

Mein Debütroman in drei Worten: Fesselnd, verstörend, tragisch.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich denke, dass Leser, die sich für tragische Liebesromane jeder Art begeistern, auch Gefallen an »Seelensplitter« finden könnten. Da die Thematik jedoch sehr speziell ist, finde ich es schwierig, hier konkrete Beispiele zu nennen.

Es gibt unzählige großartige Autoren, die hervorragende Bücher schreiben. Es sind so viele, die mich als Leserin begeistert haben, dass ich sie kaum alle aufzählen kann. Am liebsten lese ich persönlich allerdings Bücher im Genre Horror / Thriller, und da liegt Stephen King bei mir ganz weit vorne.

Als »Vorbild« würde ich jedoch keinen anderen Autor - oder generell keinen anderen Menschen - bezeichnen. Schließlich will ich individuell sein und meinen eigenen Stil finden.
Es ist wenig zielführend, jemandem nachzueifern, den es schon gibt. Dies schließt aber natürlich Bewunderung für die Leistung anderer nicht aus - nur kopieren sollte man meiner Ansicht nach niemanden.

– Ursprünglich hatten Sie geplant, einen »klassischen« Liebesroman zu schreiben. Wie kam es schließlich dazu, dass Ihr Buch in eine etwas andere Richtung gegangen ist?

Es gibt unzählige tolle Liebesromane auf dem Buchmarkt. Warum also noch einen? Ich war ungefähr bei der Hälfte meines Manuskripts angelangt, als die Geschichte ins Leere zu laufen begann. Es fehlte das Salz in der Suppe, es fehlte die Dramatik. Ich wollte etwas schreiben, dass es so noch nicht gibt. Eine Geschichte, die noch nicht erzählt worden ist. Zuerst kam mir in den Sinn, dass Katja als junge Frau ihren Vater Mark kennenlernt und sich in ihn verliebt - aber darüber haben andere Autoren vor mir auch schon zur Genüge geschrieben.
Dann kam mit tatsächlich die zündende Idee mit Helene & Katja. Doch zuerst habe ich mich gar nicht getraut, diese zu Papier zu bringen. Schließlich war mir klar, dass das sehr heikel ist und mich auch als Autorin an meine eigenen Grenzen bringen würde. Schließlich empfindet man ja immer ein wenig Empathie für seine Protagonisten, bei mir ist das jedenfalls sehr ausgeprägt. Darum war es für mich wirklich schwer, beim Schreiben die Hemmungen abzulegen. Besonders beim Schreiben gewisser Szenen ;-) Aber die Geschichte von Helene und Katja fasziniert, sie fesselt, sie hat Zauber. Vielleicht auch gerade deshalb, weil man so etwas nicht andauernd liest.

– Wie sind Sie es angegangen, für Ihre Leserinnen und Leser den richtigen Mittelweg zu treffen, damit Ihr Roman auf der einen Seite nicht zu stark nach »heiler Welt« klingt, aber auf der anderen Seite die Leserinnen auch nicht verstört?

Da die Themen, die ich in meinem Roman »Seelensplitter« aufgreife, nun einmal von äußerst brisanter Natur sind, muss meiner Meinung nach der Qualitätsanspruch an den Text umso höher gesteckt werden. Schließlich möchte ich meinen Lesern eine bewegende, lesenswerte, wenn auch - zugegebenermaßen grenzwertige - Story bieten und keinen, um es mal platt auszudrücken, billigen Groschenroman. Ich denke, das ist mir gelungen. Selbstverständlich gab und gibt es auch Menschen, die sich über die Thematik empören.
Das ist völlig legitim, damit kann ich gut umgehen. Man kann nicht so einen Roman schreiben und dann ernsthaft erwarten, keine scharfe und manchmal eben auch etwas unsanftere Kritik zu ernten.

– Unsere letztgenannte Frage lässt sich auch in die umgekehrte Richtung stellen: Wie haben Sie selbst es geschafft, sich während des vermutlich viele Wochen oder Monate dauernden Schreibprozesses kontinuierlich in der richtige Stimmung zu halten, um sich an schwierigen Themen abzuarbeiten? Hat das Schreiben Ihren Alltag stark beeinflusst, oder konnten Sie den Hebel einfach umlegen?

Um ehrlich zu sein hat das Schreiben an meinem Debütroman »Seelensplitter« meinen Alltag nicht nur beeinflusst, sondern meinen Alltag bestimmt. In meinem Kopf lief permanent ein Film ab, mein Gehirn war wie eine Leinwand. Es war nicht schwierig, kontinuierlich weiterzuschreiben, es war eher problematisch, am normalen Alltagsleben teilzunehmen und nicht völlig in meiner Geschichte zu versinken.

– Schon in Ihrer Schulzeit haben Sie an Schreibwettbewerben teilgenommen, Kurzgeschichten und Manuskripte verfasst. Was führte dazu, dass bis zu Ihrer ersten Veröffentlichung dennoch einige Jahre verstrichen? Und was war für Sie schlussendlich der ausschlaggebende Punkt, dass gerade »Seelensplitter - Zwischen Schuld und Begehren« die richtige Geschichte war, um mit ihr im Gegensatz zu den anderen an die Öffentlichkeit zu gehen?

Eine erste Veröffentlichung ist bereits im Jahr 2004 erfolgt, damals war ich zwölf Jahre alt. Es war mein allererstes »richtiges« Manuskript, dass ich mit elf geschrieben hatte. Allerdings erfolgte die Veröffentlichung im DKVZ, wir wussten es damals eben nicht besser. Dementsprechend war das Ganze ein ziemlicher (und dazu noch kostspieliger) Flop. Darüber darf ich gar nicht weiter nachdenken...
In den folgenden Jahren hatte ich dann einige schwere, persönliche Krisen zu bewältigen. Mir fehlte einfach die Kraft, meine Autorenlaufbahn mit derselben Zielstrebigkeit zu verfolgen, wie ich sie heute habe. Geschrieben habe ich allerdings immer und auch das Ziel, eines Tages als freiberufliche Autorin zu leben, habe ich nie aus den Augen verloren. Nun ist endlich der Zeitpunkt gekommen und ich fühle mich »bereit«, meine Ziele zu verwirklichen.
«Seelensplitter« ist die richtige Geschichte für mein Debüt, weil sie - wie oben ausgeführt - etwas Besonderes ist, was man eben nicht alle Tage liest.
Außerdem hat mich noch nie zuvor eine Geschichte beim Schreiben persönlich so aufgewühlt und noch nie habe ich so sehr mit meinen Protagonisten in jeder Situation mitgelitten. Kurz gesagt, sehr viel Herzblut steckt darin ...

– Verlage raten neuen Autoren häufig, es zunächst einmal mit leichten oder amüsanten Storys zu probieren, ehe sie ihre Leserschaft mit anspruchsvolleren Arbeiten herausfordern. Trauen diese Herausgebern ihren Lesern zu wenig zu?

Oh je, eine amüsante »leichte« Story von mir wäre absolut nicht authentisch und würde sich dementsprechend auch nicht gut lesen. Jeder Autor sollte sich in dem Genre bewegen, dass ihm am meisten liegt. Gerade dann, wenn er eben noch am Anfang steht! Der Leser merkt, welche Texte mit Leidenschaft geschrieben wurden und welche erzwungen klingen. Daher finde ich die generelle Empfehlung »es erst einmal etwas Leichtem zu probieren« eher kontraproduktiv und viel zu allgemein. Wenn jemandem die leichte Unterhaltungsliteratur liegt und er es toll umsetzt, dann ist es doch wunderbar.
Aber meiner Ansicht nach sollten die Herausgeber bzw. Verlage neuer Autoren eher darauf schauen, in welche Richtung das Herzblut des neuen Autors fließt. Für welche Art von Texten brennt er? Wo legt er beim Schreiben seine Leidenschaft hinein? Da liegt auch das Geheimnis, die Leser mit eben dieser Leidenschaft anzustecken. Ich denke nicht, dass mir das mit einer Story á la »und wenn sie nicht gestorben sind leben sie noch heute«, gelingen würde. Mit einer Geschichte wie »Seelensplitter« allerdings schon - weil mein Herzblut dort hinein geflossen ist.

– Inzwischen ist seit dem Erscheinen Ihres Debütromans nun schon ein halbes Jahr vergangen. Fühlt sich das Autorinnenleben so an, wie Sie sich das anfangs vorgestellt hatten? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit Ihrer dem Veröffentlichungstag Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Ich bin nun seit Anfang Februar freiberuflich tätig und habe diese Entscheidung bisher nicht einen einzigen Tag lang bereut. Der Weg ist sehr steinig, hart und sicherlich noch sehr lang. Aber ich gehe ihn aus voller Überzeugung und mit ganzem Herzen. Es ist mein Weg hin zu dem Leben, dass ich führen will.
Im letzten halben Jahr habe ich viele positive Erfahrungen sammeln können. Die Leipziger Buchmesse, auf welcher mein Roman als Sonderpräsentation ausgestellt wurde, und mein Interview mit den Lübecker Nachrichten waren besondere Highlights für mich. Das Autorinnenleben mag ich nicht mehr missen.

Ich würde mir wünschen, dass jungen, neuen und demzufolge auch (noch) unbekannten Autoren mehr Chancen und Möglichkeiten gegeben werden, sich auf dem Buchmarkt zu etablieren und zu beweisen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man oft »abblitzt« wenn man noch keinen Namen hat. Natürlich kann man nicht jedem mehr oder weniger begabten Selfpublisher eine Plattform bieten, aber warum filtert man nicht, wo es sich vielleicht doch lohnt? Das ist sehr schade, dass man als »Neuling« oft generell abgelehnt wird.

– Was können wir von der Autorin Stephanie Pinkowsky in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Es wird einen zweiten Teil zu »Seelensplitter« geben. Mein Manuskript mit dem Arbeitstitel »Seelenblut« ist bereits fertig. In diesem spitzt sich das Drama um Helene & Katja auf erschütternde Weise zu. Ab September werde ich mit einer Lektorin zusammenarbeiten, um der Geschichte den letzten Feinschliff zu verpassen.
Mir ist bewusst, dass ich als Autorin wahrscheinlich ohne einen klassischen Verlag im Hintergrund nicht die benötigte Aufmerksamkeit bekommen werde, um dauerhaft ausschließlich freiberuflich tätig sein zu können. Darum werde ich mich für den Fortsetzungsroman wieder auf Verlagssuche begeben.
Bis dahin werde ich hoffentlich meinen Leserkreis und meine Community noch weiter vergrößern können, was bei den Publikumsverlagen auch ein Pluspunkt sein dürfte.
Ich bin auf facebook zu finden, betreibe einen Youtube-Kanal und halte meine Leserschaft auf meiner Homepage immer über die neuesten Ereignisse auf dem Laufenden.
In regelmäßigen Abständen publiziere ich auf meiner Homepage auch Kurzgeschichten, damit neue Leser sich einen Eindruck von meiner »Schreibe« machen können.
Im Herbst werde voraussichtlich eine Lesung in der »Buchhandlung am Meer« in Grömitz haben. Die Inhaberin will sich bei mir melden und sich mit mir kurzschließen, sobald die Hochsaison vorbei ist. Weitere Information hierzu gibt es in Kürze. Auch auf der Buchmesse in Leipzig werde ich 2017 wieder zugegen sein.

Das Team von Leserkanone.de dankt Stephanie Pinkowsky für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Stephanie Pinkowsky
Stephanie Pinkowsky bei Facebook
»Seelensplitter - Zwischen Schuld und Begehren« bei Leserkanone.de
»Seelensplitter - Zwischen Schuld und Begehren« bei Amazon
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