Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
40.678 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Gertrude Meyer«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
BUCH @ AMAZON
 
BUCH @ AMAZON
 
Stefanie Kollmann-Obwegeser 1 Fan
Herkunft: Österreich
Webseite: Offizielle Homepage von Stefanie Kollmann-Obwegeser
Facebook: hier.ist.steffi
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Stefanie Kollmann-Obwegeser vom 04.08.2016
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 04.08.2016
In ihrem aktuellen Roman »Wo bist du?« erzählt Stefanie Kollmann-Obwegeser die Geschichte einer Assistenzärztin, die vor wichtigen Lebensfragen steht. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr Buch, über Höhen und Tiefen in Liebesgeschichten und über den Romanschauplatz Berlin.

– Frau Kollmann-Obwegeser, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Roman »Wo bist du?« genommen. Könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

«Wo bist du?« ist ein kitschiger, aber auch unkonventioneller Liebesroman. Es geht um die Geschichte einer jungen Frau, die gerade erfahren hat, dass sie schwanger ist, nachdem ihr Liebster auf eine lange Reise als Kriegsberichtsreporter gegangen ist. Sie ist mit ihrem Freund schon seit über 15 Jahren zusammen. Bisher haben sie immer eine offene Beziehung geführt. Sie lebt ihr Leben als Assistenzärztin für Chirurgie und er in Hamburg und dem Rest der Welt als Reporter. Es hat immer alles so gepasst, wie es war. Mit der Schwangerschaft beginnt sie darüber nachzudenken, wie es mit ihnen in ihrer Beziehung weitergehen soll und wie das Leben mit Baby sein wird. Allerdings denkt sie immer für sich alleine - sie hat kein Gegenüber. Oft verirrt sie sich in ihren Gedanken. Und noch öfter fragt sie sich: »Wo bist du?«.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Tja, ich war selbst überrascht, dass ich einen Liebesroman geschrieben habe. Ich selbst habe wenige Liebesgeschichten gelesen - insofern habe ich keine literarischen Vorbilder. Die Geschichte ist mir einfach zugeflogen und ich habe sie aufgeschrieben. Ich würde einfach sagen, wer Bock auf eine interessante Geschichte mit ein bisschen Liebe, Lust und Leben hat, soll mein Buch lesen ...

– In keinem anderen Genre erscheinen an jedem Tag so viele neue Bücher wie im Bereich der Liebesromane. Ist es angesichts der schieren Masse nicht eine sehr undankbare Aufgabe, sich ausgerechnet in diesem Bereich zu versuchen? Was halten Sie selbst für die größten Alleinstellungsmerkmale Ihres Romans, wegen denen man unbedingt bei Ihnen zugreifen sollte und nicht bei einer der zahlreichen anderen Autorinnen?

Die Liebesgeschichte in meinem Roman ist nicht eine Geschichte über Liebe, die man erwartet. Sie bedient nicht die Klischees, die ein Liebesroman mit sich bringt. Sie lebt in einer offenen Beziehung - was nicht heißt, dass da weniger Liebe drin steckt. Aber nun mal nicht in den Facetten, die man sonst aus Liebesromanen kennt. Sie durchlebt eine Schwangerschaft alleine, ohne Vorbereitung und ohne Rückhalt. Und: normalerweise geht es in einem Liebesroman um zwei Menschen - in meinem Roman geht es um eine einzige Person, die ihr Leben und ihre Liebe meistert.

– Sie erzählen keine geradlinige Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte von Sorgen, Verlust- und Zukunftsängsten. Für wie entscheidend halten Sie dramatische und traurige Momente in Liebesromanen? Wie sind Sie es angegangen, den richtigen Mittelweg zu treffen, damit Ihr Roman nicht zu stark nach »heiler Welt« klingt, aber auf der anderen Seite auch nicht verstört?

Klar, auch in Liebesromanen muss es mal regnen. Ich kann ja nicht von einer blumenüberströmten Wiese schreiben, wo gerade um die Ecke ein weißes Einhorn mit einer Feenprinzessin geritten kommt ... Gut und Böse, Heiter und Traurig begegnen sich immer und überall. Abgesehen davon, habe ich mir - ehrlich gesagt - keine Gedanken gemacht, ob mein Roman zu stark nach »heiler Welt« klingt oder ob ich mit ein paar witzigen oder traurigen Anekdoten verstöre ... Jede Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen - und nur wer die Tiefen kennt, weiß die Höhen zu schätzen. Oder? Ich denke, das macht es erst spannend - das Leben ... und natürlich meinen Roman.

– Die Protagonistin Ihres Romans lebt in Berlin. Sie selbst haben dort auch lange gewohnt, Ihre Zelte jedoch abgebrochen und nicht nur die Stadt, sondern auch das Land wieder verlassen. Wieso haben Sie sich dennoch dazu entschlossen, Ihre Geschichte in Berlin anzusiedeln und nicht in Vorarlberg? Was bedeutet Ihnen Berlin persönlich?

Berlin ist und wird immer eine ganz große Liebe für mich sein. Ich habe dort eine der schönsten Jahre meines Lebens verbracht. Das Leben genossen. Vielleicht habe ich mit dem Roman auch eine Art Selbsttherapie betrieben und eine Sehnsucht abgebaut ... Ich habe die Orte in meinen Gedanken besucht, wo ich auch immer war: Clubs, in denen ich abgetanzt habe, bin mit der S-Bahn gefahren, die immer zu spät kam, und habe dort ein Kind bekommen, das mich für immer mit dieser Stadt verbindet.

– Inzwischen ist seit dem Erscheinen Ihres Buchs ein halbes Jahr vergangen. Fühlt sich das Autorinnenleben so an, wie Sie sich das anfangs vorgestellt hatten? Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie seit der Veröffentlichung Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder Ihnen mitteilen möchten?

Ich hatte gar keine Vorstellungen - das war auch gut so. Ich glaube, ich wäre enttäuscht worden. Es hat sich nämlich gar nichts verändert. Außer, dass ich jetzt vielen Menschen erzähle, dass ich ein Buch geschrieben habe. Aber mehr nicht.

– Was können wir von der Autorin Stefanie Kollmann-Obwegeser in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Natürlich ist eine Fortsetzung von »Wo bist du?« geplant. Mit dem überraschenden Titel »Hier sind wir« - naja, nicht gerade megakreativ. Daneben schreibe ich auch noch an einem sogenannten Heimatbuch, das kein Heimatbuch ist, weil es kein Heimatbuch sein will.

Das Team von Leserkanone.de dankt Stefanie Kollmann-Obwegeser für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Stefanie Kollmann-Obwegeser
Stefanie Kollmann-Obwegeser bei Facebook
»Wo bist du?« bei Leserkanone.de
»Wo bist du?« bei Amazon
Interview aus- und Bücherliste einblenden
 
Texteigentümerin des Interviews: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz