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Petra K. Gungl 28 Fans
Herkunft: Österreich
Webseite: Offizielle Homepage von Petra K. Gungl
Facebook: PetraK.Gungl
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Petra K. Gungl vom 28.03.2016
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 28.03.2016
In ihrem aktuellen Roman »Diabolisches Spiel« lässt die österreichische Autorin Petra K. Gungl eine Ermittlerin antreten, die sich wirklich abhebt. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren Roman und ihre Heldin, über die Vermischung von Kriminalroman und mystischen Elementen, außerdem über ihre anstehenden Termine.

– Frau Gungl, womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Werk »Diabolisches Spiel« genommen. Könnten Sie das Buch unseren Lesern kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Vielen Dank, sehr gern!
Im Zentrum von »Diabolisches Spiel« steht die junge Juristin Agnes Feder, die der Liebe wegen nach London geht und dort bei einem Pharmaunternehmen arbeitet. Ihr Chef, Walter Bernty, ist zwar charismatisch, jedoch Agnes extrem unsympathisch. Er hat alles auf eine Karte gesetzt und muss mit dem neuen Medikament Erfolg haben. Bereits in einem früheren Leben um 1410, als Agnes die Heilerin von Stonehenge war, hatte Walter Bernty ihr und ihrem Seelenpartner übel mitgespielt. Die neuerliche Konfrontation mit dem karmischen Feind verstärkt Agnes' emphatische Fähigkeiten, die sie eigentlich möglichst verbergen will.
Jener Medikamententest, den Agnes juristisch betreut, endet fatal und mysteriösen Todesfälle bringen sie unter Verdacht. Walter Bernty spielt dabei sein teuflisches Spiel und ist scheinbar unangreifbar. Agnes sieht ihre große Liebe und ihre Existenz bedroht, doch sie will den Täter um jeden Preis enttarnen...

Die Story basiert auf einem realen Medikamententest aus dem Jahr 2006, der für die Probanden beinahe tödlich endete. Kürzlich erst, im Februar 2016, ging ein Medikamententest in Frankreich fatal zu Ende - einer der Probanden starb. Insbesondere das Spannungsfeld Pharmaindustrie - Naturheilkunde bekommt im Roman einigen Raum. Die Verknüpfung zwischen dem früheren Leben und der Gegenwart zeigt, wie wenig sich die zwischenmenschlichen Konflikte verändert haben, selbst wenn die »moderne« Welt sich gern den Anstrich der Kultiviertheit gibt.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Achtung, das wird eine wilde Mischung! ;) - Ohne mich mit diesen großartigen Leuchtfeuern der Gegenwartsliteratur vergleichen zu wollen, denke ich, wer AutorInnen wie z.B. Agatha Christie, Paulo Coelho, Marc Levy, Haruki Murakami & Diana Gabaldon schätzt, wird viel Freude mit »Diabolisches Spiel« haben. Besonders das Finale ist eine heimliche Reminiszenz an die große Agatha Christie.

Ich selbst lese quer durch alle Genres, ganz nach Tagesverfassung, und schätze insbesondere genreübergreifende Romane, die mich überraschen. Explizite, literarische Vorbilder habe ich nicht - wenngleich ich als Teenager Simone de Beauvoir vor allen anderen bewunderte, Stefan Zweig liebte, und natürlich auch Friedrich Torberg, Hermann Hesse, aber auch J. R. R. Tolkien, James Herriot, Agatha Christie, Dorothy L. Sayers, Margery Allingham... ach, es sind einfach zu viele!

Die Liste der großartigen Bücher kann nur unvollständig bleiben. Spontan fällt mir Murakamis Roman »1Q84« ein, der mich fasziniert hat - auch hier Mord, Liebe & Mystik vermengt, wenngleich ganz anders und sprachlich ein Festschmaus, »Engel des Vergessens« von Maja Haderlap war packend und zugleich erschütternd.
Meine Kinder sorgen dafür, dass ich wieder häufiger Jugendbücher lese - und da sticht Ursula Posnanski mit »Erebos« in meiner Erinnerung heraus, aber auch ihr Krimi »Blinde Vögel«, und Patrick Rothfuss' »The Name of the Wind« ist schlicht großartig. Meine Tochter liebt Vampire, also bin ich fast »Expertin« in diesem Segment geworden - »A Discovery of Witches«, Deborah Harkness, hat mir sehr gut gefallen.

Und, und, und - es geht quer durch den Gemüsegarten, wie Sie sehen, wir könnten Stunden über Bücher plaudern!

– »Diabolisches Spiel« ist der Nachfolgeroman zu »Diabolische List«. Muss man das andere Buch gelesen haben, um Spaß an Ihrem neuen Roman zu haben, oder kann man auch ohne Vorwissen bedenkenlos zugreifen?

»Diabolisches Spiel« ist ein eigenständiger Roman, das war von mir beabsichtigt und wurde mittlerweile von vielen LeserInnen bestätigt. Allerdings ist die Gefahr groß, dass man danach unbedingt auch »Diabolische List« lesen will! ;)

– War von Anfang an geplant, Agnes Feder zur Hauptfigur mehr als eines Buchs zu machen, oder ist dies dem Erfolg oder den Reaktionen auf den ersten Roman zu verdanken? Was sind die großen Alleinstellungsmerkmale von Agnes, die es rechtfertigen, sie anstelle einer neuen Hauptfigur ein zweites Mal auftreten zu lassen? Was schätzen Sie persönlich an der Figur?

Agnes Feders Geschichte war von Beginn an als Trilogie angelegt, wobei jeder Teil für sich einen abgeschlossen Plot hat und unabhängig von den anderen gelesen werden kann. Wer jedoch mehr über Agnes’ Entwicklung und über die Liebesbeziehung zwischen ihr und Siebert, ihrem Seelenpartner, wissen will, wird -so hoffe ich jedenfalls- alle Teile lesen.

Was macht Agnes besonders, fragen Sie - nun, sie ist eine intelligente Frau, hat ihre Mutter zu früh verloren und steht mit beiden Beinen im Leben. Aufgrund der mörderischen Ereignisse hinterfragt sie den Lebensplan, bis zur Pensionierung brav angepasst am Schreibtisch zu sitzen. Tatsächlich hat sie ihre besonderen, emphatischen Fähigkeiten bislang unterdrückt, um den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen.
Diese Fähigkeiten sind von mir nicht extrem »Fantasy«-mäßig angelegt worden, sondern bleiben fast im Bereich des Möglichen, Erklärbaren. Ihre »übersinnlichen« Talente, z.B. die Gefühle anderer Menschen deutlich erspüren zu können bis dahin, über Berührung Erinnerungen übermittelt zu bekommen, entfalten sich zunehmend und es fällt Agnes nicht leicht, sich darauf einzulassen; sie hat Angst, für verrückt angesehen zu werden.

Mein Verhältnis zu Agnes ist sehr innig und ich bewundere sie. Trotz aller Widrigkeiten versucht sie einen klaren Kopf zu bewahren und ihr Leben in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig will sie von den Ereignissen nicht zu einem verbitterten und rachsüchtigen Menschen gemacht werden, sondern kämpft darum, aus der Krise als beste Version ihrer Selbst hervorzugehen. Ich hoffe inständig, dass sie es schafft! (Es sollte ja eigentlich in meiner Hand bzw. Feder liegen, aber Sie glauben nicht, wie eigenwillig und widerspenstig sich Figuren entpuppen können ... und außerdem darf ich es Ihnen noch nicht verraten ;) )

– Wie kamen Sie auf die Idee, einen Kriminalroman mit spirituellen oder mystischen Elementen zu vermischen? Und könnte dies nicht diejenigen Krimifans verschrecken, die mit Spiritualität nicht viel anfangen können? Warum sollten auch solche Leser Ihrem Buch und dem Vorgänger eine Chance geben?

Im Angesicht von Gewalt & Mord ist die Frage: »Warum geschieht das alles?« eine logische Konsequenz und bringt damit jenen spirituellen Aspekt herein, der im klassischen Krimi natürlich keine Rolle spielt, da dort die Ermittlungen im Vordergrund stehen.
Für mich hingegen stehen Menschen im Mittelpunkt - und ein Mensch, der Traumatisches erfährt, sucht Halt, um überleben zu können. Ich sehe den mystischen Aspekt des Romans als Überlebensstrategie der Protagonistin.

Der Roman geht wie gesagt weit über eine bloße Mordermittlung hinaus, hat Mystery-Elemente, Romance-Elemente und Elemente des historischen Romans. Eine hochzufriedene Leserin hat es zu »Diabolische List« so ausgedrückt: »...nichts kann dich auf das vorbereiten, was dich in dieser Geschichte erwartet!« - das hat mich unheimlich gefreut, denn ich selbst liebe es, in Geschichten überrascht zu werden. :)

Jene LeserInnen, die einer berührenden Interpretation des Genres »Spannungsroman« offen gegenüberstehen, lieben »Diabolisches Spiel«, - das zeigt mir jedenfalls das bisherige Feedback aus Leserunden und Rezensionen. Ich würde mich sehr freuen, noch viele solcher Rückmeldungen zu bekommen - ich plaudere unglaublich gern mit LeserInnen, zum Beispiel auf meiner Fb-Seite oder bei Lesungen.

– Was können wir von der Autorin Petra K. Gungl in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Stehen außerdem Termine für Messen, Lesungen & Co. fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Zur Zeit überarbeite ich das Manuskript für den dritten Teil der »Diabolischen« Serie und hoffe, dass dieser Band bereits 2017, natürlich wieder im GMEINER-Verlag, erscheinen kann.
Ein weiteres Buchprojekt ist sehr weit gediehen - ein »mordfreier« Roman übrigens. Das tut zur Abwechslung mal richtig gut. ;)
Schließlich habe ich noch ein Kinderbuchprojekt in der Schublade liegen, welches der Autistenhilfe gewidmet ist. Es ist dies ein Herzensprojekt, für das ich einen guten Verlag finden möchte.

In meinem Kopf köcheln längst eine Menge neuer Ideen für weitere Buchprojekte, aber ungelegte Eier soll man bekanntlich nicht begackern, also Schluss damit.
Da weise ich lieber auf meine nächsten Lesungen hin:

- 11. April 2016, 19.00 Uhr: Lesung im KUNSTRAUM, Ringstrassen-Galerien, 1010 Wien, Kärntner Ring 5-7

- 30. April 2016, 20.00 Uhr: Internet-Lesung im Cyberspace (Secondlife) - einfach einen Avatar auswählen und zum Treffpunkt kommen (mehr dazu auf meiner Homepage: http://petrakgungl.wix.com/autorin & im Blog von kueperpunk2012) oder noch leichter: den Livestream anhören!

- 14. Mai 2016: »A Mörda Frühling« - Krimi-Event im Wiener Schauspielhaus mit großartigen österreichischen KrimiautorInnen! http://www.schauspielhaus.at/spielplan/produktionen/produktion_detail?produktion_id=1450654538746

Folgen Sie mir doch einfach auf Facebook für Neuigkeiten und spannende Hintergrundinfos: https://www.facebook.com/PetraK.Gungl/

Das Team von Leserkanone.de dankt Petra K. Gungl für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Petra K. Gungl
Petra K. Gungl bei Facebook
»Diabolisches Spiel« bei Leserkanone.de
»Diabolisches Spiel« bei Amazon
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