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Eva-Maria Farohi 130 Fans
Herkunft: Österreich
Webseite: Offizielle Homepage von Eva-Maria Farohi
Twitter: @evafarohi
Facebook: evamariafarohi
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Eva-Maria Farohi vom 22.02.2016
Tags: Eine Verlinkung in Leserkanone.de-Artikeln
 
Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 22.02.2016
Im Laufe des letzten Jahres hat Eva-Maria Farohi ihre Leser wiederholt nach Mallorca entführt - mal in Liebesangelegenheiten, mal aus kriminellen Gründen. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihren Roman »Fincamond«, über die größte Balearen-Insel und über das Schreiben in unterschiedlichen Genres.

– Frau Farohi, vermutlich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Buch genommen. Könnten Sie unseren Lesern »Fincamond« kurz mit eigenen Worten vorstellen?

»Fincamond« ist ein Liebesroman. Es geht um die junge Rechtsanwältin Lisa. Sie ist beruflich erfolgreich, arbeitet in der Kanzlei ihrer Familie und bemüht sich, durch Leistung die Anerkennung – und Liebe – ihrer Eltern zu erlangen. Als ihr Verlobter sie betrügt, nimmt sie eine Erbschaft ihres Großonkels an und zieht auf ein Jahr nach Mallorca.
Dort trifft sie auf andere Lebensbedingungen. Wird zum ersten Mal nur aufgrund ihres eigenen Verhaltens beurteilt und fängt an »erwachsen« zu werden, erkennt, dass man seine Vorstellungen leben muss. Sie findet neue Freunde und lernt Juan kennen. Den allerdings kann sie überhaupt nicht leiden. Er sie auch nicht. Anfangs ...

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder? Was sind Ihre eigenen Lieblingsromane?

Ich selbst lese sehr gerne Liebesromane. Jane Austen natürlich und auch Pearl S. Bucks »Ostwind Westwind« oder »Ich war ein hässliches Mädchen« von Annemarie Selinko. Aber auch Nora Roberts.
Und ich mag Happy Ends.
Irgendwer hat einmal erklärt, warum Operetten meistens gut ausgehen: »Weil sie rechtzeitig aufhören«, hat er gesagt.
Natürlich ist das Leben ein ständiges Auf und Ab. Aber OHNE Happy End, kann der gemeinsame Lebensweg zweier Menschen erst gar nicht beginnen. Das Happy End ist sozusagen die Grundvoraussetzung...
Außerdem lese ich gerne Romane, die realistisch bleiben und deren Figuren eine logische Entwicklung durchlaufen.

– Ihr Buch wird als erster Teil einer »Mallorca-Trilogie« beworben. Ist es nicht ein großes Wagnis, so früh in der Autorinnenkarriere gleich ein mehrteiliges Projekt zu planen? Immerhin weiß man vor der Veröffentlichung des ersten Bandes noch nicht, wie die Leser das Werk überhaupt aufnehmen.

Als ich mit »Fincamond« anfing, habe ich ihn primär für mich selbst geschrieben. Vorerst nicht an eine Veröffentlichung gedacht – vielleicht ein wenig davon geträumt ...
Dass es dann so schnell gegangen ist, hätte ich mir nicht träumen lassen und bin natürlich überglücklich darüber. Ganz besonders freut mich, dass er von den Lesern so gut aufgenommen wurde – er war immerhin über 40 Tage lang unter den Top 100.
Das ist eine enorme Bestätigung und Anerkennung.
Da die Protagonistin Lisa in Mallorca Freundinnen findet – zwei sehr interessante, selbstbewusste Frauen, die allerdings, genau wie Lisa auch, bereits Narben auf der Seele haben – war für mich von Anfang an klar, dass ich deren Geschichte ebenfalls erzählen muss.

– Es kommt nicht von ungefähr, dass Sie den Schauplatz Ihrer Geschichte nach Mallorca verlegt haben, denn Sie lebten selbst von 2003 bis 2009 auf der Balearen-Insel. Was fasziniert Sie selbst so sehr an Mallorca, dass Sie Ihre all ihre bisherigen Veröffentlichungen dort spielen ließen? Sollte man ein Mallorca-Fan sein, um »Fincamond« und Ihre Kurzromane mögen zu können, oder eignen sich diese auch für Alpenurlauber?

Aber selbstverständlich! Man muss nicht unbedingt ein Meer–Fan sein, um »Fincamond« zu mögen. Wie auch bei »Septembersonne«, meinem Kurzroman, stehen die Gefühle und Entwicklungen der Menschen im Vordergrund.
Da ich einige Jahre lang Schauspielerin war, ist es für mich ganz wichtig zu erforschen, wie verschiedene Menschen in bestimmten Lebenssituationen reagieren. Männer und Frauen haben schon einmal eine völlig andere Zugangsweise. Aber auch unterschiedliche Charaktere – wie gerade Lisa und ihre Freundin Marika – reagieren oft grundverschieden. Insbesondere dann natürlich, wenn Gefühle im Spiel sind.
Mallorca wiederum gehört für immer ein Stück meines Herzen. Ja, ich habe mich in die Insel verliebt. In ihre Schönheit, in die Unberührtheit, den magischen Zauber, dem man immer noch – vor allem im Landesinneren – begegnet. Ebenso wie Lisa wurde auch ich von den Mallorquinern ausschließlich nach meinem eigenen Verhalten beurteilt. Das bietet einem unglaubliche Möglichkeiten. Eine völlig neue Art der Freiheit. Und die Freundschaften, die ich knüpfen konnte, die halten immer noch.

– Was betrachten Sie selbst - abgesehen von dem Schauplatz - als die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale von »Fincamond«, wegen denen man bei Ihnen zugreifen sollte und nicht bei einer anderen Veröffentlichung aus dem breiten Fundus der romantischen Literatur?

Die Personen in »Fincamond« könnten alle tatsächlich existieren. Immer wieder fragt man mich, wo genau denn Lisas Haus steht, ob man es ansehen kann. Und es ist richtig, dass sehr viel (Auto)biographisches in den Roman eingeflossen ist. Trotzdem ist es ein fiktiver Roman und nicht meine persönliche Lebensgeschichte – selbst, wenn Lisas Hündin genauso heißt, wie meine eigene, und ebenso zufällig ein Golden Retriever ist...
Aber ich erzähle Geschichten von »normalen« Menschen. Von ihren Zweifeln, ihren Ängsten, ihren Unsicherheiten. Alles Dinge, die wir kennen. Denn niemand ist frei von Selbstzweifeln, und alle sind wir durch unsere Vergangenheit geprägt.
Meine Protagonisten treffen dann auf jenen Menschen nach dem sie sich, bewusst oder unbewusst, gesehnt haben. Den einen einzigen von dem sie sich vorstellen könnten, mit ihm alt zu werden.
Was in dieser gefühlsmäßigen Ausnahmesituation passiert, wie sie sich verwirrt durch den Gefühlsaufruhr, mehr oder weniger ungeschickt – manchmal sogar völlig irrational verhalten – das ist das Thema meiner Bücher.

– Sie beschäftigen sich nicht nur mit Liebesgeschichten, denn mit »Tödliche Meeresnacht« existiert auch ein Kurzkrimi aus Ihrer Feder. Ist das nicht ein sehr extremer Gegensatz? Wie kam es dazu? Was waren die größten Unterschiede bei der Herangehensweise an das Schreiben beider Geschichten? Oder ähnelt sich die Arbeit an beiden Genres womöglich mehr als man denkt?

Danke für diese Frage. Also gleich bei »Septembersonne« hatte ich das unglaubliche Glück einen großartigen Lektor kennenzulernen.
So wie man als Schauspieler einen Regisseur braucht, ist ein Lektor für mich als Autor lebenswichtig. In Laurenz Bolliger habe ich einen wundervollen Partner gefunden, dem ich nicht genug danken kann.
Mit dieser Unterstützung habe ich mich getraut, auch eine Kriminalgeschichte zu probieren. Natürlich gibt es gewisse Unterschiede. Aber »Tödliche Meeresnacht« ist kein blutrünstiger Thriller, sondern eher ein feiner Polizeikrimi.
Auch hier haben mich vor allem die Charaktere der Personen interessiert. Der Kommissar, vereinsamt durch seinen aufreibenden Beruf, ein Verdächtiger, der an sich selbst zweifelt und der neue Vorgesetzte, der sich endlich ungehindert an anderen schadlos halten kann ...
Wenn ich einmal mehr mit dem Theater vergleichen darf: Auch ein Schauspieler spielt verschiedene Rollen. Dennoch spielt er sie alle auf seine ganz eigene Weise.

– Was können wir von der Autorin Eva-Maria Farohi in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung?

Das nächste ist wieder eine Kurzgeschichte; »Der blaue, beinahe wolkenlose Himmel«. Einmal mehr stehen große Gefühle im Mittelpunkt. Es geht um ein Paar, dessen Tochter durch einen Unfall stirbt. Die Ehe scheitert an dieser Belastung. Fünf Jahre später treffen sie einander zufällig wieder. In demselben Hotel auf Mallorca, in dem sie schon einmal so unendlich glücklich waren ...
April/Mai dann erscheint der zweite Teil der Mallorca–Trilogie: »Fincaträume«. Die Geschichte von Lisas bester Freundin, der Tiernärrin Marika, die nach einer traumatischen Kindheit im Heim nicht mehr an die Beständigkeit von Gefühlen glaubt.
Derzeit arbeite ich an einer Art Familienepos: dem Roman einer mallorquinischen Familie vom Bürgerkrieg bis in die Jetztzeit, wo sich die tragische Liebesgeschichte von Miguel und Catalina bei dessen Großneffen Nicolau zu wiederholen scheint.

Das Team von Leserkanone.de dankt Eva-Maria Farohi für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Eva-Maria Farohi
Eva-Maria Farohi bei Twitter
Eva-Maria Farohi bei Facebook
»Fincamond« bei Leserkanone.de
»Fincamond« bei Amazon
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