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Katrin Rodeit 32 Fans
Herkunft: Deutschland
Webseite: Offizielle Homepage von Katrin Rodeit
Facebook: Katrin-Rodeit-Autorin
Interview: Leserkanone.de-Interview mit Katrin Rodeit vom 28.10.2015
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Leserkanone.de-Exklusivinterview vom 28.10.2015
Dreimal hat Autorin Katrin Rodeit bisher ihre Privatdetektivin Jule Flemming in Romanen auftreten lassen, dreimal wurden die Bücher von den Besuchern unserer Webseite mit Einser-Noten bedacht, was im Krimi-Genre nur selten geschieht. Im Interview mit Leserkanone.de sprach die Autorin über ihr aktuelles Buch »Mich sollst du fürchten«, über die Qualitäten von Jule Flemming und über ihre zukünftigen Projekte.

– Frau Rodeit, vermutlich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz von Ihrem aktuellen Roman genommen. Könnten Sie unseren Lesern »Mich sollst du fürchten« kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Meine Protagonistin, die Privatdetektivin Jule Flemming, meint, dass sie die Stimme des Mörders ihres Vater wiedererkannt hat. 14 Jahre nach seinem Tod und niemand weiß, dass sie dabei war, als er ermordet wurde. Seither will sie nichts mehr, als diesen Mann zur Strecke zu bringen. Hat sie jetzt die Gelegenheit dazu? Außerdem soll sie ein verschwundenes Au-pair-Mädchen aus Polen aufspüren, dessen letzte Spur ein ominöser Telefonanruf war.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder, oder haben Sie Ihren eigenen Stil auf andere Weise gefunden? Was sind Ihre eigenen Lieblingsbücher?

Die Jule-Flemming-Krimis vereinen Spannung, Herz und Humor. Vorbilder habe ich viele und natürlich lasse ich mich gern inspirieren. Aber mein Ziel ist es schon, einen eigenen Stil zu entwickeln. Insofern ist es für mich auch schwierig, aus der Masse sehr guter Bücher einzelne herauszugreifen. Wenn ich trotzdem eines nennen müsste, stünde »Brücken am Fluss« von Robert James Waller weit oben. Aber das ist kein Krimi ;)

– »Mich sollst du fürchten« markiert den dritten Auftritt von Privatdetektivin Jule Flemming. Was zeichnet die Figur aus und was schätzen Sie selbst so sehr an Jule Flemming, dass Sie sie bereits zweimal wiederkehren ließen? War von Anfang an geplant, sie zum Teil einer ganzen Reihe von Büchern werden zu lassen?

Jule Flemming ist unabhängig und frei, hat aber trotzdem ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen. Sie kann tun, was ich gern machen würde, mich aber nicht traue. Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten (da sei der Koffeinkonsum genannt), aber auch Unterschiede. Ein neues Buch mit ihr ist für mich wie das Treffen mit einer alten Freundin, die auf einen Kaffee vorbeikommt. Natürlich haben wir auch unsere Schwierigkeiten miteinander, aber das ist wie in jeder guten Freundschaft. Man redet darüber und räumt sie aus dem Weg. Einen Dickschädel haben wir eben beide.

Die Figur war so angelegt, dass sie von Anfang an die Möglichkeit für mehrere Bände hatte. Trotzdem ist es mir wichtig, dass man die Krimis unabhängig voneinander lesen kann. Aber Jule soll natürlich auch eine Entwicklung im privaten Leben durchmachen können. Und dabei können wir sie begleiten. Das bedingt dann aber auch das Ende der Serie, von dem ich recht konkrete Vorstellungen habe.

– Sie sind eigentlich Betriebswirtin und haben als Vertriebsassistentin in Leasinggesellschaften gearbeitet. Was hat dazu geführt, dass Sie aus dem Bereich der Wirtschaft kommend ausgerechnet im Krimi-Fach gelandet sind? Was fasziniert Sie persönlich an diesem Genre? Und woher nehmen Sie die Ideen und Inspirationen zu den Verbrechen, die in jedem Ihrer Romane vorkamen, und den dahintersteckenden Geschichten?

Die Geschichte hat sich eigentlich anders herum entwickelt. Ich wollte schon immer Schriftstellerin werden, im Prinzip, seit ich lesen konnte. Da ich aber schnell festgestellt habe, dass es schwierig wird, davon zu leben, musste ein handfester Beruf her. Und plötzlich fand ich mich als Spezialistin zur Finanzierung von schweren Lkws und Baumaschinen wieder. Ich denke, dass der Reiz in genau diesen Gegensätzen liegt. Auf der einen Seite ist da die strukturierte Betriebswirtschaft mit Zahlen und Fakten, auf der anderen Seite aber die kreative Schriftstellerei, die es mir ermöglicht, in Welten abzutauchen, in denen es im Prinzip keine Grenzen gibt. Das schafft einen schönen Ausgleich in meinem Leben.

Woher ich die Ideen nehme? Nun, die Arbeit hat das eine oder andere Mal schon die Fantasie in Gang gesetzt ... Aber tatsächlich ist es so, dass ich Spaß daran habe, Ideen zu entwickeln und den Leser auf falsche Fährten zu führen. Im Fall der Jule Flemming war es so, dass meine Privatdetektivin zuerst da war. Die Fälle, die sie zu lösen bekam, habe ich erst später entwickelt. Und da kam die Inspiration, zumindest in zwei Fällen, aus der Zeitung.

– Wie schaffen Sie es, als »Fachfremde« die Vorgehensweise einer Privatdetektivin wirklichkeitsgetreu abzubilden? Informieren Sie sich bei Spezialisten und/oder stellen Sie umfassende Recherchen an? Welcher Aufwand steckt grundsätzlich in einem Buch wie »Mich sollst du fürchten«?

Das ist natürlich nicht ganz einfach, denn Realität und Fiktion unterscheiden sich schon ziemlich. Das ist aber auch im Fernsehen der Fall. Langwierige und damit zwangsläufig langweilige Ermittlungsarbeit muss in Buch oder Film möglichst packend und im Zeitraffer dargestellt werden. Ich habe mehrfach mit der Polizei telefoniert, mich aber auch mit einem Kriminalkommissar a.D. getroffen. Ich greife aber gern auch auf die Fachkenntnis von zum Beispiel Rechtsanwälten oder Ärzten zurück. Unter den Autoren finden sich so ziemlich alle Berufsgruppen und wir sind natürlich gut vernetzt. Am Ende von »Mich sollst du fürchten« habe ich einen Abend mit einem Feuerwehrmann geknobelt, um den entscheidenden Brand wirklichkeitsgetreu zu legen.

Zeitlich lässt sich nicht sagen, wie viel Aufwand das bedeutet. Denn obwohl ich strukturiert plane, bevor ich zu schreiben beginne, kommt mir oft während des Schreibens noch eine Idee, die in die Tat umgesetzt werden muss. Dann greife ich zum Hörer und hoffe, dass man mir schnell weiterhelfen kann.

– Was wünschen Sie sich vom deutschsprachigen Buchmarkt und von Ihrer Leserschaft im Speziellen? Haben Sie in den vergangenen Jahren als Autorin spezielle Eindrücke gesammelt oder gibt es Vorschläge und/oder Kritikpunkte, die Sie mit Ihren Lesern teilen oder ihnen mitteilen möchten?

Ich wünsche mir, dass noch mehr deutsche Autoren gelesen werden. Dann da gibt es so viele tolle Schriftsteller. Gleichzeitig würde ich mich freuen, wenn die Verlage manchmal etwas mutiger werden würden und auch einmal Geschichten veröffentlichen, die nicht unbedingt in ein Genre gepresst werden können. Glücklicherweise hat sich das in den letzten Jahren bereits ein wenig gewandelt. Meinen Lesern wünsche ich einfach viel Spaß beim Lesen, dass sie abtauchen können in Geschichten und diese miterleben und mitfiebern.

Generell ist es so, dass der Selfpublishing-Markt gerade alles ein wenig auf den Kopf stellt. Er bietet aber auch unglaubliche Möglichkeiten. Glücklicherweise stellt sich eine zunehmende Professionalisierung ein und es wird interessant sein zu beobachten, wo die Reise hingeht. Die Leser haben da natürlich ein großes Wort mitzureden. Und das ist auch gut so, denn für sie werden die Geschichten ja geschrieben. Insofern ist die Frage nicht, was die Leser für mich tun können oder welche Wünsche ich an sie habe, sondern was ich für sie tun kann. Im übertragenen Sinne, welche Geschichten sie sich von mir wünschen.

Ich arbeite gerade an einer Idee, wie ich meine Leser mehr einbinden kann. Das ist noch streng geheim, wird aber sicher sehr spannend! Nicht nur für die Leser.

– Was können wir von der Autorin Katrin Rodeit in der nächsten Zukunft erwarten? Sind bereits neue Buchprojekte in Planung? Und stehen Termine für Lesungen fest, bei denen man Sie live erleben kann?

Aktuell schreibe ich den 4. Jule-Flemming-Krimi. Er wird als Weihnachtskrimi im Oktober 2016 auf den Markt kommen und Jule soll dort eine Frau suchen, die bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen ist. Ihr Mann behauptet aber steif und fest, sie auf dem Weihnachtsmarkt in Ulm gesehen zu haben ...

Dem Genre treu bleibend gibt es aber auch Ideen für Thriller.

Natürlich sind aber auch andere Projekte in Planung. Wie viele andere Autoren auch, schreibe ich nicht nur unter meinem Namen, sondern habe auch ein Pseudonym für ein anderes Genre. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es einmal eine Liebesgeschichte aus der Feder von Katrin Rodeit geben wird. Oder eine Kombination aus beiden Genres ...

Bei meinen Lesungen werde ich meistens von den Musikern »echt l klang« begleitet. Da Jule Flemming singt, liegt es natürlich nahe, meine »eigene« Jule zu Lesungen mitzunehmen. Termine dafür gibt es immer aktuell auf meiner Homepage. Ich würde mich freuen, den einen oder anderen begrüßen zu dürfen. Und natürlich ergibt sich dann auch immer die Gelegenheit, ein paar Worte zu wechseln: http://www.katrin-rodeit.de/termine/

Das Team von Leserkanone.de dankt Katrin Rodeit für die Zeit, die sie sich genommen hat!

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite von Katrin Rodeit
Katrin Rodeit bei Facebook
»Mich sollst du fürchten« bei Leserkanone.de
»Mich sollst du fürchten« bei Amazon
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